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(Wilhelm) Richard Wagner wurde am 22.05.1813 in Leipzig als Sohn des
Polizeiaktuars Friedrich Wagner, der ein halbes Jahr später starb, geboren.
In seinem Stiefvater Ludwig Geyer, einem Hofschauspieler, Lustspieldichter,
Sänger und Maler sah er sein ganzes Leben lang seinen Vater, obwohl auch dieser
während Wagners Kindheit starb. Wagner nahm bis zu seiner Konfirmation dessen
Namen an. Für Richard Wagner erwartete man eine Kapellmeisterlaufbahn und er
dirigierte u.a. in Magdeburg und Königsberg, später auch in Riga. 1836 heiratet
er Minna Planer und verlässt 1839 hoch verschuldet Riga. Auf der Schiffsreise
nach London kommt ihm die Idee zu einer völlig neuen Oper, dem "Fliegenden
Holländer". In London kann er nicht Fuß; fassen und geht daher nach Paris, wo
er Giacomo Meyerbeer kennenlernt. Dieser hilft ihm dann auch, seine beiden Opern
"Rienzi" und "Der Fliegende Holländer" an die Opern in Dresden und Berlin zu
bringen. Dort werden sie ein groß;er Erfolg. Wagner wird Hofkapellmeister in
Dresden, unterstützt aber mit Reden und Schriften die revolutionären Gruppen
und den Anarchisten Michail Bakunin. Daher muss er 1849 nach der missglückten
Revolte fliehen und gelangt mit Hilfe seines Freundes Liszt nach Zürich. Dort wird er von Otto Wesendonck und dessen Frau Mathilde unterstützt. Er schreibt Textbücher und theoretische Schriften. Im Sommer 1858 fängt Minna einen Brief Wagners an Mathilde ab und es kommt heraus, dass er eine Affäre mit Mathilde hat. Auf Grund des nachfolgenden Skandals flieht Wagner nach Venedig, mit seiner Frau Minna, obwohl das Verhältnis zu ihr sehr kühl ist. Nach Unruhen in Venedig geht er nach Luzern und weiter nach Biebrich am Rhein, wo er sich von Minna trennt. Sie stirbt 1866. Wagner hat das Problem, dass keiner seine Werke aufführen möchte, teils auch, weil sie, wie "Tristan und Isolde", zu schwer sind. Erst als Ludwig II ihn nach München holt und seine Opern aufführen lässt, geht es ihm wieder besser. Allerdings zwingt ihn sein skandalöses Leben abermals fortzuziehen und so geht er nach Tribschen bei Luzern, zusammen mit Cosima, der Frau des Hofdirigenten. Auch in Tribschen wird er noch von Ludwig II unterstützt und zieht später nach Bayreuth. Am 13.02.1883 stirbt Wagner in Venedig an einem chronischen Herzleiden und wird in Bayreuth beerdigt. Wagner war aber auch rücksichtslos und beutete seine Freunde, Mäzen und sogar die Familie emotional und finanziell aus. Dass er antisemitisch war, zeigt er durch sein Werk "Judenthum der Musik" 1850 und durch den deutsch-germanischen Inhalt seiner Werke. Dies machte ihn auch bei den Nationalsozialisten zu einem beliebten Komponisten, erschwerte aber die Akzeptanz in diesem Jahrhundert. Richard Wagner schrieb auch musiktheoretische Arbeiten, wie z.B. "Oper und Drama", in dem er alle dramatischen, szenischen und musikalischen Elemente in eine künstlerische Ganzheit, bzw. ein "Gesamtkunstwerk" vereint sehen will. Daher schrieb er auch die Texte (Libretti) seiner Opern selbst. Wagners Werke werden als Krönung der musikalischen Ausdrucksfähigkeit in der europäischen Romantik gesehen und ist ein wichtiger Vorreiter der atonalen Musik, in der alle Töne gleich berechtigt sind. Auch die bisherige formale Abfolge von Arien, Rezitativen, Duetten, Zwischenspielen und Finale löste er auf, er verwandte die Komponenten je nach der Dramatik der Handlung. Wichtigste Werke:
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