Johann Wolfgang Goethe: Faust - Der Tragödie erster Teil
Vorspiel auf dem Theater
Der Theaterdirektor fragt seinen Dichter, wie man ein Theaterstück für die Masse schreibt und verlangt vom Dichter auch gleich,
dass er es tut. Der Dichter aber will nicht der Masse gefallen, sondern lieber ein schönes Kunstwerk schreiben. Die lustige Person,
wohl ein Schauspieler, fordert alle auf, sich aller Tugenden zu bedienen, dann würde es schon gelingen.
Dieser Konflikt wird noch weiter dargestellt, immer zeigt sich der Gegensatz von Kunst und "Massentauglichkeit". Zum Schluss will
der Direktor endlich anfangen, wobei er nochmals betont, dass er ein Stück für ein großes Publikum haben möchte, und
dieses sei wohl am besten mit einem großen Aufwand an Technik und Bühnenbild zu erreichen.
Goethe hat wohl schon selber bemerkt, dass ein großer Unterschied zwischen der perfekten Kunst in seinem Sinne und dem Vergnügen
des Publikums besteht. Schade, dass er den Theaterdirektor nicht ernst genommen hat :-)
Goethe: Faust, Der Tragödie erster Teil: Lesetagebuch / Zusammenfassung, Copyright Tobias Neumann