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Johann Wolfgang Goethe: Faust - Der Tragödie erster Teil

Studierzimmer

Diesmal kommt Mephisto unverkleidet zu Faust. Er fordert Faust gleich zum Mitkommen auf. Doch Faust jammert ersteinmal, wie schlecht es ihm gehe und dass ihm "der Tod erwünscht, das Leben [...] verhasst" sei. Danach verflucht er alle praktisch alle Bestandteile der Welt und des Lebens. Ein Geisterchor erklärt, dass die Welt von ihm damit zerstört worden sei und er solle sie in seinem Herzen wieder aufbauen.
Daraufhin schlägt nun Mephisto einen Pakt vor. Er werde Fausts Knecht sein und ihm dienen; sobald jedoch Faust gefallen am Leben fände, würde dieser sterben und dann sein Diener sein. Diese Bedingungen wirken auf einen Normalmenschen wohl eher abschreckend und unfair, aber Faust willigt freudig ein.
Mephisto denkt sich danach, dass er Faust lauter unbedeutende Dinge zeigen werde, um ihn zappeln zu lassen und dass Faust bald zugrunde gehen werde. Da ein Schüler Fausts kommt, verwandelt er sich in Faust und empfängt ihn. Der Schüler fragt, was er denn studieren solle und betont seinen Eifer. Mephisto redet zu jeder Fakultät etwas abschreckendes, nur Medizin sei etwas handfestes. Begeistert verlässt der Schüler danach den Raum.
Nun endlich starten Faust und Mephisto zu ihrem ersten Ausflug.

Man merkt ziemlich schnell, dass Mephisto sehr gut Personen mit seiner Sprache manipulieren kann. Er stellt je nach eigener Meinung nur einen Teil der Vor- und Nachteile dar und lässt z.B. beim Gespräch mit Faust unbemerkt die wichtigsten Nachteile des Paktes weg bzw. verdeutlicht sie weniger als die Vorteile und kann so den -zugegeben sowieso nicht sehr zögerlichen- Faust überzeugen.


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Goethe: Faust, Der Tragödie erster Teil: Lesetagebuch / Zusammenfassung, Copyright Tobias Neumann