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Johann Wolfgang Goethe: Faust - Der Tragödie erster Teil

Prolog im Himmel

Nun beginnt praktisch die Handlung. Am Anfang leiten die Erzengel das Gespräch zwischen Mephistopheles (=Teufel , Mephisto) und Gott ein. Mephisto erklärt, dass die Menschen schlecht und unvernünftig seien: "Er nennt's Vernunft und braucht's allein, nur tierischer als jedes Tier zu sein."
Gott (der Herr) ist etwas genervt und fragt Mephisto, ob man ihm denn nichts rechtmachen könne. Der antwortet, die Menschen wären schon so schlecht dran, dass er ihnen garnichts mehr tuen wolle.
Nun bringt Gott Faust ins Spiel, seinen "Knecht". Mephisto bemerkt, dass auch Faust nicht glücklich sei und immer mehr wolle. Gott erwidert, er werde Faust bald "in die Klarheit führen". Mephisto meint nun, er könne auch diesen Faust vom rechten Wege abbringen, wenn Gott es erlaube. Gott erlaubt es, denn "es irrt der Mensch, solang er strebt." Die beiden schließen eine Wette ab, bei der Mephisto triumphieren und Faust zerstören darf, wenn er gewinnt.

Es fällt auf, dass Gott und der Teufel recht gut miteinander auskommen und man eigentlich keine Feindschaft erkennen kann, wie man eigentlich annehmen würde. Auch hat der Teufel Respekt vor Gott und erfragt dessen Erlaubnis. Mit dem normalen christlichen Glauben stimmt - mal abgesehen von der Existenz des Teufels - auch nicht überein, dass Gott einen scheinbar treuen Christen einfach in die Hände des Teufels übergibt. Aber Hiob wurde von Gott ja quasi auch zerstört...


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Goethe: Faust, Der Tragödie erster Teil: Lesetagebuch / Zusammenfassung, Copyright Tobias Neumann