Johann Wolfgang Goethe: Faust - Der Tragödie erster Teil
Gretchens Stube
Gretchen vermisst den Faust sehr und ist eindeutig verliebt in ihn. Das ganze Leben scheint ihr ohne ihn sinnlos: "Wo ich ihn nicht
hab, ist mir das Grab, die ganze Welt, ist mir vergällt." Sie schwärmt immerfort von ihm und zeigt auch, dass sie körperlich
an ihm interessiert ist: "Ach dürft ich fassen und halten ihn und küssen ihn, so wie ich wollt, an seinen Küssen
vergehen sollt." So ganz keusch, wie es der Glaube erfordert, klingt das nicht mehr, und mit den letzten Worten drückt sie auch aus,
dass ihr das egal ist, dass ihr alles egal ist, hauptsache, sie ist bei Faust. Dann kann's ja losgehen...
Goethe: Faust, Der Tragödie erster Teil: Lesetagebuch / Zusammenfassung, Copyright Tobias Neumann