Johann Wolfgang Goethe: Faust - Der Tragödie erster Teil
Ein Gartenhäuschen
Hier gibt es nicht viel zu sagen: Faust und Gretchen haben sich offenbar im Gartenhäuschen versteckt und küssen sich (ging ja recht
schnell, die beiden kennen sich ja kaum). Mephisto klopft an und ermahnt zum Gehen. Faust empfindet ihn als grausam ("Ein Tier!").
Er will Gretchen noch nach Hause begleiten, die lehnt aber aus Furcht vor ihrer Mutter ab.
Als Mephisto und Faust fort sind, denkt Gretchen sich, dass Faust ziemlich 'ran geht und sie nicht nein sagen kann, und dass sie nicht begreift,
was er an ihr findet. Das weiß wohl keiner, macht aber auch nichts, da der Trank der Hexe alle Frauen in Fausts Augen schön macht.
In dieser Szene entsteht zum ersten Mal eine wirklich intime Atmosphäre zwischen Faust und Gretchen und man kann sich durchaus vorstellen,
dass, hätten sie mehr Zeit, noch andere Dinge als nur Küssen laufen könnten.
Goethe: Faust, Der Tragödie erster Teil: Lesetagebuch / Zusammenfassung, Copyright Tobias Neumann