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Schädlingsbekämpfung

Blattläuse

Zuerst einmal zu den häufigsten Plagegeistern, den Blattläusen. Jeder kennt sie, sie befallen fast alles Grüne, so auch die die meisten fleischfressenden Pflanzen, am liebsten Sonnentau und Wasserschlauch.
Einige werden sich jetzt wohl fragen, wieso Sonnentau befallen wird, wo der doch eigentlich die Läuse fangen müsste. Ganz einfach, die Läuse passen schön auf, dass sie die Klebefallen nicht berühren und setzen sich an den Blattunterseiten oder den Stielen fest.

Wirkung von Blattläusen

Blattläuse haben eine verheerende Wirkung auf Ihre fleischfressenden Pflanzen. Vor allem Sonnentau und Wasserschlauch können bei Befall sehr schnell verkrüppeln und absterben. Andere Pflanzen werden zum Teil stark geschwächt.

Bekämpfung von Blattläusen

Wenn eine meiner eingetopften fleischfressenden Pflanzen Blattläuse hat nehme ich giftgetränkte Pappstreifen, die man in den Torf steckt und die ihr Gift an die Pflanze abgeben. Dadurch wird die gesamte Pflanze giftig und man erwischt garantiert jede Laus. Außerdem hält die Wirkung ein paar Wochen an. Erprobt an Sonnentau und Wasserschlauch. Ich kenne nichts besseres! Die Giftstreifen gibt es in Drogerien und Gartenmärkten zu kaufen, 20 Streifen kosten ca. 6 Euro.

Wer das Gift lieber spritzt, kann dies auch gerne tun. Vor allem im Moorbeet ist dies die bessere Methode um die Blattläuse loszuwerden.
Unverträglichkeiten habe ich bisher mit keiner Pflanze festgestellt.

Wirksame umweltfreundliche Möglichkeiten der Blattläuse-Bekämpfung sind mir leider nicht bekannt.
Das Bestäuben mit Steinmehl scheidet bei allen fleischfressenden Pflanzen wegen des Verschmutzens der Fallen und der Ineffektivität aus, Abwaschen genauso wie das Aussetzen von Schlupfwespen etc. .

Schildläuse

Schildläuse, das sind die flachen und durch ihre Ausscheidung klebrigen gepanzerten Tierchen, die sich vor allem auf härteren glatten Blättern niederlassen.
Demnach befallen sie normalerweise nur Schlauch- und Kannenpflanzen.

Wirkung von Schildläusen

Schildläuse sind normalerweise nicht so gefährlich wie Blattläuse, schwächen aber auch die Pflanze und sollten unbedingt entfernt werden.
Dass eine Sarracenia von Schildläusen verkrüppelt wurde habe ich noch nie gesehen.

Bekämpfung von Schildläusen

Wieder zuerst meine Lieblingsmethode: giftgetränkte Pappstreifen, siehe Blattläuse.

Spritzen ist, mit speziellen Giften, auch sehr gut möglich.

Diesmal habe ich eine umweltfreundliche Option anzubieten: das Abwischen der fleischfressenden Pflanze mit Spülmittel-Wasser. Sämtliche Schildläuse müssen abgewischt werden, der Vorgang muss mehrmals wiederholt werden. Auch auf die Blattachseln achten! Diese Methode ist etwas aufwändig und nicht immer von andauerndem Erfolg gekrönt. Und sie funktioniert nicht bei Klebefallen und strapaziert bei der Venusfliegenfalle die Klappfallen, da sie öfters berührt werden und so schneller absterben.

Schnecken

Schnecken, vor allem Nacktschnecken, sind im Freien fast immer ein Problem, ob nun im Moorbeet oder in Pflanzkübeln. Sie fressen alles mögliche, am liebsten zartere Pflanzenteile.

Wirkung

Eindeutig: die Pflanze wird extrem geschädigt oder sogar komplett zerstört.

Bekämpfung

Je nachdem, wie schwer die Plage nun ist, bieten sich mehrere Möglichkeiten an, die Frage ist, ob man lieber Arbeit oder Gift investiert.

Sind die fleischfressenden Pflanzen in einem Topf oder einer Pflanzschale, reicht es meist aus, den Schnecken den Zugang zu erschweren. Man kann z.B. den Untersetzer gut mit Wasser füllen. Dabei muss evtl. der Topf etwas höher gestellt werden, je nach Vorlieben der zu kultivierenden Pflanze.

Ein Moorbeet kann man durch einen Schneckenzaun schützen, allerdings ist der Aufwand recht hoch und der Zaun nicht so billig. Außerdem sieht so ein Zaun nicht sehr dekorativ aus.

Schnecken machen es sich in einem Moorbeet gerne gemütlich und verkriechen sich im Torf - am liebsten unter einer Sarracenia oder am Rand an der Teichfolie. Regelmäßiges Nachschauen lohnt sich, die gefundenen Schnecken werden dann entweder mit einem Messer durchgeschnitten (besser nicht im Moorbeet! Gibt eine Sauerei. Lieber im Garten eine Ecke suchen oder irgendwo verbuddeln!) oder eingesammelt und auf einer Wiese entsorgt (ein Bach tuts auch, aber dann ist es tierfreundlicher, man schneidet sie durch).
Vor allem nach einem Regen hat man eine recht hohe Erfolgsquote!

Natürlich kann man auch Gift ausstreuen. Dabei muss man dann aber fast das ganze Moorbeet bestreuen. Das ist weder umweltfreundlich noch sieht es gut aus - die Schneckensaison geht ja Monate. Dafür ist es recht erfolgreich und man muss keine Schnecke persönlich töten.